Jungfrau Maria

Unsere liebe Frau mit dem geneigten Haupte ; Wien Karmelitenkirche 

Die Jungfrauengeburt – wiederstößt gegen die Naturgesetze und ist somit ein längst überholtes Ammenmärchen; nicht wahr ? Nicht wahr !

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2 Responses to Jungfrau Maria

  1. Michael Vöcking sagt:

    Man muss zwei Dinge unterscheiden: Die (tatsächlichen) Naturgesetzte und das, was wir von ihnen erkannt zu haben Glauben. Ein Bruch der (tatsächlichen) Naturgesetze ist in der Tat deshalb eine unsinnige Vorstellung, weil die Naturgesetze beschreiben, „wie die Dinge sich verhalten“. Wenn sie sich anders verhalten (warum auch immer), liegt kein Bruch der Naturgesetze vor, sondern wir hatten in diesem Fall offensichtlich nur ungenaue Vorstellungen von ihnen.

    Das Beispiel mit der Schublade ist deshalb falsch, weil es einen Denkfehler beinhaltet: Die Regeln der Mathematik alleine behandeln nicht die Frage, WER addieren oder subtrahieren darf, sondern nur, was geschieht, wenn es geschieht. Wenn es um die Frage nach den Geldscheinen in einer Schublade geht, müssen alle Regeln, wie physikalisch ein Geldschein in eine Schublade gelangen und wieder entfernt werden kann berücksichtigt werden. Und jetzt greife jemand in einer Weise in das System „Schubladenschrank“ ein, dass weniger Geldscheine danach vorhanden seien. Wenn er dies kann, hat er nicht die Naturgesetze gebrochen, sondern derjenige, welcher versuchte, alle Regeln zu notieren hat dabei offenbar einiges noch nicht berücksichtigt. Die Naturgesetze beschreiben daher keineswegs die Dinge nur, „wenn keine Störung vorliegt“, sonst würde ein Autofahrer durch das Betätigen seiner Bremse die Naturgesetze der Kinetik brechen, was er jedoch natürlich nicht tut!

    Zudem wäre ein Gott, welcher „die Naturgesetze bricht“ (so sinnlos diese Vorstellung auf Grund der obigen Ausführungen auch sein mag) mit einem Uhrmacher zu vergleichen, der die von ihm geschaffene Uhr immer nachstellen muss, da es seinem Werk allein nicht gelingt, sich so zu verhalten, wie er es eigentlich will. Was wäre das für ein schlechter Uhrmacher!

    Vergleiche hierzu: http://www.wortrei.ch/theologie/systematik/wunder04.php
    (das so weit ich als Diplomingenieur das beurteilen kann Beste, was ich von einem Theologen in diesem Zusammenhang jemals gelesen habe!)

  2. Konstnatin K. sagt:

    Ich wollte zu Thema der Jungfräulichkeit der hl. Gottesmutter Maria noch einen anderen Streitpunkt ins Treffen führen, der in diesem Artikel jedoch nicht behandelt wurde, und das wäre der (angebliche) Übersetztungsfehler.
    Man hört von manchen liberalen Christen, die „mehr an eine Art Jungfräuligkeit im Geiste“ – was auch immer das sein soll – glauben, des öfteren das Argument: „Aber im Originaltext der Bibel steht gar nicht Jungfrau, sondern junge Frau.“
    Nun, zunächst ist eine Differenzierung notwendig, denn im NT steht natürlich immer und ausnahmlos „Jungfrau“. Der Übersetztungs“fehler“ passiert bei der Übersetztung des Tanach vom hebräischen ins griechischen, die nötig geworden war, da viele Juden in der Diaspora in der hellenistischen Welt kein hebräisch mehr konnten. Aus diesem Grund übersetzten 72 jüdische Schriftgelehrte (6 aus jedem der 12 Stämme Israels) in Alexandrien den Tanach ins Griechische. Dazu muss man wissen: Diese 72 Personen übersetzten unabhängig von einander, um sicher zu gehen, dass die Übersetztung wie auch der Urtext inspiriert sei. Dem geschah auch so, alle kamen ohne ein Komma oder Punkt Unterschied zum selben Ergebnis. Diese Übersetzung nennt man Septuaginta (abgek.: LXX). Und in diesem Text findet sich das griechische Wort Parthenon – Jungfrau, alle 72 Male, an der Stelle an der der Messias Prophezeit wird.
    Nun kam es zwischen Juden- und Christentum zu Auseinandersetzungen: Jüdisches Argument: Wie könnt ihr mit diesem Text arbeiten, ihr benutzt eine falsche Übersetztung.“ Christliches Argument: „Nein, wir benutzten lediglich EURE Übersetztung.“
    Schließlich wurde erst im 8. Jhdt. der Glauben an die inspirierte Übersetztung in Form der LXX vom Judentum offiziel redigiert.

    Schlüsse draus kann jeder selbst ziehen, ich wollte das zur Frage der Jungfräuligkeit Mariens nur auch noch mal loswerden.

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